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Dialog-Kommission

Leitbild

Kommission für den Interreligiösen Dialog (KIRD) im Erzbistum Bamberg

(vorläufiges Leitbild Stand: Oktober 2008)

Zusammensetzung der Kommission

Die Kommission für den Interreligiösen Dialog (KIRD) im Erzbistum Bamberg besteht zur Zeit aus Mitgliedern der katholischen Kirche innerhalb der Erzdiözese Bamberg, der evangelisch-lutherischen bzw. reformierten Kirche sowie Vertreterinnen und Vertretern des Islam. Die feste Teilnahme eines oder mehrerer Vertreter des Judentums wird angestrebt.

Bei der Auswahl der Kommissionsmitglieder sind regionale Gesichtspunkte ebenso berücksichtigt wie bestimmte Arbeits- und Lebensfelder. Ziel ist es, ein effizientes Netzwerk von Multiplikatoren zu schaffen. Dazu gehört der Aufbau von Dialog-, Informations- und Beratungsnetzwerken bzw., wo bereits vorhanden, ihre Erweiterung und Förderung.

Die Mitglieder werden vom Erzbischof der Erzdiözese Bamberg ernannt: Die katholischen Vertreter erhalten ihre Beauftragung als offizielle Mitglieder. Die Vertreter der evangelischen bzw. reformierten Kirche sowie von Islam und Judentum ernennt der Erzbischof als kooptierte und beratende Mitglieder.

Selbstverständnis und Aufgabe

  • Die KIRD fördert innerhalb der Erzdiözese den interreligiösen Dialog auf unterschiedlichen Ebenen. Als wichtiges Ziel des Dialogs gilt, für politisch-gesellschaftliche und kirchlich-pastorale Fragen Hilfestellungen und Denkanstöße zu erarbeiten. Dazu gehören Themen wie die Verantwortung für die Gestaltung der Welt, Erziehung zu Respekt und Toleranz und die Bewahrung der Schöpfung.
  • Die Kommission versteht sich zum einen als „think tank“, zum anderen als Beratungsgremium für die Erzdiözese und für Gemeinden. Erwartungen von Seiten der Bistumsleitung sowie der Gemeinden werden dabei erfragt und mit bedacht.
  • Die Kommission ist Ansprechpartner für konkrete Anfragen zum interreligiösen Dialog bzw. vermittelt solche entsprechend weiter.
  • Sie erarbeitet Stellungnahmen zu aktuellen oder grundsätzlichen gesellschaftlichen Fragen, die den Dialog betreffen (soziale Verantwortung; Rassismus, Islamophobie).
  • Auf Grund der vielseitigen Erfahrungen der Kommissionsmitglieder kann der Reichtum der jeweiligen Religionen mit seiner Prägung der konkreten Praxis in den jeweiligen Lebens- und Arbeitsfeldern genutzt und Außenstehenden vermittelt werden.
  • Voraussetzung für den Dialog ist ein klarer, eigener Standpunkt aller Beteiligten sowie eine unmissverständliche Offenheit gegenüber dem / der anderen und seiner / ihrer Meinung.
  • Innerhalb der Kommission sind dabei auch unterschiedliche Einschätzungen zu bestimmten Themen und Sachverhalten möglich, die im konkreten Fall auch nach außen so dargestellt werden kön-nen.
  • Eigene Initiativen können auf verschiedenen Ebenen den Dialog anregen und weiterführen helfen. Gemeinden sollen dabei zum Dialog ermutigt werden.
  • Ziel ist es, innerhalb der Gemeinden einen bestimmten Standard in Sachen Dialogfähigkeit zu erreichen.
  • Die Kommission pflegt einen internen theologischen Austausch und eine thematische Auseinandersetzung.
  • Aus den Themen, die während der Sitzungen behandelt werden, versucht die Kommission kurze Handreichungen zu erarbeiten, die angefordert werden können.
  • Sie unterstützt den Referenten für den interreligiösen Dialog in sei-ner Arbeit.

Konkretisierung einzelner Punkte und wichtige Themen

  • Erarbeiten von Arbeitshilfen
  • Reflexionshilfen für Haupt- und Ehrenamtliche in den Gemeinden im Hinblick auf die multireligiöse Situation der Gesellschaft aus christlicher Sicht
  • Ideen für und Möglichkeiten des interreligiösen Lernens in Kindergarten und Schule
  • Praktischer Leitfaden im Umgang mit Gläubigen anderer Religionen
  • (Mit)Organisation von Studientagen, Diskussionsforen, Fortbildungen
  • Beratung bei Themen wie z.B. religionsverschiedene Ehen, Kategorialseelsorge (Krankenhaus, Strafvollzug, Notfallseelsorge, Seniorenseelsorge etc.), interkulturelles und interreligiöses Lernen uvm.
  • Gemeinsames Gebet der Religionen